17. April 2026

Alpen Juniors Tirol begeistern beim Junior Company Day

© MS Kematen

Die Junior Basic Company AlpenJuniors Tirol der Mittelschule Kematen präsentierte ihr selbst entwickeltes Spiel beim Junior Company Day 2026 in der Cyta Völs – und begeisterte zahlreiche Besucher:innen.

Das Spiel, eine alpine Variante von „Werwolf“, richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und kombiniert Spielspaß mit strategischem Denken. Besonders innovativ: Die Spielbox kann auch als Tic-Tac-Toe-Feld genutzt werden.

 

Der Verkaufstag bildete den Höhepunkt des Projekts, bei dem Schüler:innen eigene Unternehmen gründen und führen. „Unser persönliches Highlight war der Verkauf, weil wir gesehen haben, wie viel Freude die Menschen an unserem Spiel hatten“, sind sich Lorenz T. und Tibor einig.

Lernen durch Praxis

Für die gesamte Klasse war das Projekt eine wertvolle Erfahrung mit Blick auf die Zukunft. „Es war eine wichtige Erfahrung fürs spätere Leben“, betonen Isabella und Anna. Viele Schülerinnen und Schüler würden jederzeit wieder teilnehmen, da sie nicht nur kreativ arbeiten und verkaufen konnten, sondern auch einen tiefen Einblick in die Welt der Wirtschaft erhielten. So sagen auch Jakob und Theo: „Wir würden wieder eine Junior Basic Company machen, weil es spannend war, alles selbst zu entwickeln.“

Auch aus Sicht der Lehrerin  Johanna Dietl, BEd zeigt sich der besondere Wert des Projekts:
„Unser persönliches Highlight war der Moment, als die Schüler:innen ihr eigenes Produkt zum ersten Mal in der Hand hielten. Zu sehen, wie aus einer Idee ein reales Produkt entsteht, ist besonders beeindruckend.“

Für die Lehrerin unterscheidet sich das Lernen  dabei deutlich vom klassischen Unterricht. Statt Theorie steht das Lernen durch Tun“ im Mittelpunkt – praxisnah, handlungsorientiert und mit Raum für Fehler als wichtigen Teil des Lernprozesses.

Teamarbeit, Herausforderungen und persönliche Entwicklung

Die Zusammenarbeit im Team funktionierte insgesamt sehr gut, auch wenn es – wie in jedem Unternehmen – gelegentlich unterschiedliche Meinungen gab. Gerade diese Prozesse seien laut Lehrperson besonders wertvoll, da die Schüler:innen lernen, Kompromisse zu finden und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Tobi und David heben besonders hervor, welche persönlichen Kompetenzen sie entwickeln konnten: „Wir haben vor allem Teamarbeit und Flexibilität als neue Fähigkeiten entdeckt.“

Eine der größten Herausforderungen bestand darin, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Auch Zeitmanagement und Durchhaltevermögen spielten eine zentrale Rolle.

Besonders die Entwicklung und Gestaltung der Spielbox erforderte viele Versuche, kreative Ideen und viel Einsatz – wurde letztlich jedoch erfolgreich gemeistert.

Neben dem Verkauf sammelten die AlpenJuniors wichtige Erfahrungen in Teamarbeit, Produktion, Finanzen sowie im Umgang mit Technologien wie 3D-Druck und Lasercutting.
„Wir haben gelernt, wie man ein eigenes Unternehmen gründet und führt“, erklären Matthias und Lorenz K.

Darüber hinaus wurden zahlreiche sogenannte „Soft Skills“ gestärkt – darunter Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein.

Wirtschaft verstehen – fürs Leben lernen

Johanna Dietl, BEd betont zudem die Bedeutung wirtschaftlicher Bildung bereits in der Mittelschule:
Sie helfe den Schüler:innen, grundlegende Zusammenhänge zu verstehen – etwa wie Unternehmen funktionieren oder wie Preise entstehen – und bilde eine wichtige Basis für ein selbstbestimmtes Leben.

Fazit

Ein rundum gelungenes Projekt, das Theorie und Praxis auf sinnvolle Weise verbindet, Unternehmergeist stärkt und den Schüler:innen wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft mitgibt.