Start der neuen Serie „5 Fragen an“ mit Mag. Magdalena Wasilewski von Junior Achievement Austria.
Was bedeutet für Sie „unternehmerisches Denken“ und warum ist es aus Ihrer Sicht eine Schlüsselkompetenz für junge Menschen?
Unternehmerisches Denken ist wichtig, weil es eine eigenverantwortliche Arbeitsweise fördert, Offenheit für innovative Lösungen schafft und effektive Problemlösefähigkeiten stärkt. Diese Kompetenzen sind nicht nur für Selbstständige entscheidend, sondern auch für Mitarbeiter, die in ihrem Arbeitsumfeld proaktiv handeln, Chancen erkennen und so zum Erfolg des Unternehmens beitragen möchten.
Was beeindruckt Sie am meisten bei Jugendlichen, die sich im Rahmen Ihres Angebots mit unternehmerischem Denken oder Gründen beschäftigen?
Am meisten beeindruckt und freut mich, wie Jugendliche mir ihrer Junior Company über sich hinauswachsen und mit wieviel Engagement sie ihre Schülerfirmen führen. Die Jugendlichen sind stolz auf ihre Geschäftsideen und die Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg spornt sie zusätzlich an – so wird auch mal in der Freizeit produziert oder einen ganzen Samstag in einem Einkaufszentrum verkauft.
Welche Rolle spielen Themen wie Scheitern, Kreativität oder Verantwortung in Ihrer Arbeit und wie greifen Sie das auf?
Eigenverantwortliches Arbeiten und ein Gestaltungsspielraum machen eine Tätigkeit immer abwechslungsreicher und motivierender. Ich habe das Glück, dass ich viele Ideen in meine Arbeit einbringen kann – bspw. die Gestaltung neuer Workshops oder Folder trotz fester Projektstrukturen. Wird in einem Unternehmen, wie bei uns, zudem eine positive Fehlerkultur gelebt, können Fehler als Chance gesehen werden um aus Erfahrungen zu lernen und Prozesse zu verbessern.
Was sollten Lehrkräfte über Ihr Angebot wissen und warum lohnt es sich, es mit der Klasse umzusetzen?
Für Lehrpersonen lohnt sich die Umsetzung einer Junior Company, weil sie praxisnahes Lernen ermöglicht, unternehmerisches Denken und Teamarbeit bei Schülern fördert und den Unterricht durch reale Erfahrungen lebendiger macht.
Welche Erfahrungen rund um das Thema „Entrepreneurship“ hätten Sie sich in Ihrer eigenen Schulzeit gewünscht?
Ich hätte mir eine Junior Company in meiner eigenen Schulzeit gewünscht – die Möglichkeit auf einen interaktiven Unterricht, in dem ein Projekt über längere Zeit mitgestaltet werden kann und Wirtschaft dadurch nicht mehr langweilig erscheint, wäre sehr wertvoll gewesen.
Zur Person:
Ich bin Magdalena Wasilewski und bin als Junior Landesbetreuerin für die Umsetzung der Junior Companies in Tirol verantwortlich.
Zum Anbieter:
Der Verein Junior Achievement Austria setzt die Programme von JA Worldwide in Österreich um, mit denen wir jährlich über 6000 Schüler:innen erreichen. Durch die Gründung von Schülerfirmen – den Junior Companies – werden praxisnah wirtschaftliche Zusammenhänge, Unternehmertum und Finanzkompetenz vermittelt.



